GPRS

GPRS

Was ist GPRS?

Die Abkürzung „GPRS“ kommt aus dem Englischen „General Packet Radio Service“, es ist als „Allgemeiner paketbasierter Funkdienst“ ins Deutsche zu übersetzen und als eine Technologie zur Übertragung von Informationen über das GSM-Netzwerk zu umschreiben. Die GPRS Technologie ist demnach als eine Ergänzung der GSM Technik zu betrachten. In dem Bereich Mobilfunk wurde der GPRS Dienst im Jahre 2001 eingeführt.

GPRS Technik

Das Neue und deswegen besonders Vorteilhafte an der GPRS Technik war ihre Übertragungstechnologie großer Datenmengen, die eine sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit ermöglichte. Vereinfacht dargestellt erfolgt dies durch Aufteilen der großen Datenmengen in kleineren Paketen, die um zusätzliche Informationen erweitert werden. Durch diese zusätzlichen Informationen können die Teil-Informationspakete beim Erreichen des Empfängers korrekt zusammengesetzt werden. Dies ähnelt dem klassischen Paketverkehr der Post, bei dem mehrere Pakete ungeordnet versandt werden können und dann vom Empfänger zugeordnet werden. GSM kann hingegen mit einem Telefongespräch verglichen werden, das eine anhaltende Verbindung während des Gespräches benötigt. Die GPRS Technik ermöglicht demnach eine parallele Übertragung der einzelnen Datenpakete. Dieser Arbeitsweise verdankte die GPRS Technik ihre Übertragungsgeschwindigkeit, die theoretisch sogar die Übertragungsgeschwindigkeit der ISDN Netze um das dreifache übertrifft. Die reelle Übertragungsgeschwindigkeit wird jedoch durch verschiedene Faktoren beeinflusst und gemindert, wie: Größe und Anzahl der Datenpakete, die jeweils frei verfügbare Netzkapazität, die benutzten Mobiltelefone und noch mehr.
 
Die GPRS Technik ermöglicht es Mobiltelefone, die sie unterstützen, den MMS Dienst (Multimedia Messaging Service) zu nutzen, wie auch per Datenübertragung WAP-Seiten vom Internet zu empfangen, wobei das Mobiltelefon in diesem Fall die Rolle eines Modems übernimmt.

EDGE - Weiterentwicklung von GPRS

Vodafone rüstet derzeit das GPRS Netz auf EDGE hoch. EDGE ist die Nachfolgetechnik zu GPRS und bietet bis zu 280 kbit/s downstream und das überall wo GSM verfügbar ist (im Endausbau).

Internet via GPRS?

Dank der GPRS Technologie ist auch ein einfacher GPRS Internetzugang möglich: Surfen, chatten, E-Mails tauschen. Dieses wird dadurch realisiert, dass ein PC, ein Laptop oder ein PDA Gerät an ein GPRS fähiges Mobiltelefon angeschlossen wird. Bei dieser Konstellation spielt das Mobiltelefon ebenfalls die Rolle eines Modems. Ein GPRS mobiler Internetzugang per Laptop kann neuerdings auch mit Hilfe von GPRS - Steckkarten für Laptops realisiert werden. Diese Karten sind jedoch nicht mehr erhältlich und beinhalten heute in den meisten Fällen UMTS- und HSDPA-Fähigkeit, womit wieder ein vollwertiger DSL-Ersatz möglich ist.

HSDPA als schnelle Alternative zu GPRS

Für das schnelle mobile Internet surfen ist GPRS also mit Leistungseinbußen verbunden. Hierfür eignen sich die schnelleren Mobildatenfunk-Übertragungstechniken UMTS (3G) und HSDPA (3G+). HSDPA („High Speed Download Packet Access“) ist die Weiterentwicklung von UMTS. HSDPA-Technik ermöglicht Nutzern im Vergleich zu UMTS mehr Mobilität durch die Erhöhung der Geschwindigkeiten. Die Sendeleistung ist optimiert.

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